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Im Spätsommer des Jahres 1928 erfolgte die Geschäftseröffnung durch Malermeister Carl Gerlach in der Rudower Straße 60 in Berlin Altglienicke. Die Werkstatt befand sich im Hauskeller des Hauses und war 3,50 x 1,50m groß. Einseitig die Werkstattregale, gegenüber Kohlen, Holz, Kartoffeln etc.

Die Auswirkungen der Inflation waren auch in allen Bereichen des täglichen Lebens zu spüren, die Arbeitslosigkeit stieg an, dementsprechend waren die Aufträge knapp.

Auf dem Grundstück der Schwiegereltern in Altglienicke,Germanenstraße 17, wurden aus Abrißmaterialien eine Werkstatt mit dahinterliegender 1-Zimmer-Wohnung gebaut. In späteren Jahren erfolgte der Aufbau eines großen Schuppens für Leitern und für den für die Zeit üblichen großen Handwagen.

In den 30-iger Jahren begann auch in Altglienicke die große Bautätigkeit. Viele Neubauten in der Schirner-, Falkenbrunn-, Rosestraße und Umgebung wurden durch die Maler der Firma Gerlach für den Erstbezug hergerichtet, unter anderem auch das Haus des damaligen Lehrers der Schule, Rosestraße 28 - dem heutigen Firmensitz.

Der Einzugsbereich der Malerfirma Gerlach reichte schon damals in die umliegenden Orte. Durch den Ausbruch des 2.Weltkriegs wurden die Gesellen einberufen,Carl Gerlach war wieder Alleinmeister. Die Ausführung spezieller Brandschutzanstriche an Dachstühlen großer Mietshäuser ersparte den Wehrdienst. Sein Sohn, Manfred Gerlach, begann nach Kriegsende und Rückkehr aus der Gefangenschaft eine Lehre als Maler im väterlichen Betrieb. Die Nachkriegsjahre waren vom Aufbau geprägt. Viel Arbeit, verbunden mit beginnenden Problemen der sich abzeichnenden Teilung Deutschlands, war zu bewältigen. Für die Zeit üblich fand die Versorgung der Baustellen mit dem Handwagen, Leiterwagen, Fahrradanhänger o.ä.statt. Der große Malerhandwagen hatte voll beladen seine Tücken. Unachtsamkeit wurde unweigerlich bestraft. Auch die Alglienicker Berge forderten Tribut, nur mit zwei Mann waren sie zu bewältigen.

1951 erfolgte der Umzug in den Wolfmarsteig 64. Durch die unterkellerte Terasse, die große Garage und den für damalige Zeit großen Wohnraum paßte die Familie und die Firma in das Gagfahaus, wo sich der Firmensitz noch bis 1997 befand. Selbst der damals moderne F9 mit Anhänger hatte Platz. Bis 1958 vergrößerte sich der Betrieb auf vier Beschäftigte und zwei Lehrlinge. Manfred Gerlach übernahm vom Vater den Betrieb und baute ihn in den folgenden Jahren trotz aller staatlichen Reglementierungen beständig aus. So wurde 1961 der erste Lieferwagen, ein Tempo 400 angeschafft. Dieser hatte auf Grund seiner 3 Räder bei Kurvenfahrten viele Tücken, auch der Schulberg verlangte bei entsprechender Beladung das Letzte ab. Da Autopannen in der Planwirtschaft nicht erwartet wurden, war die Reparatur des Tempos (Bj.38) mit viel Mühen verbunden. Dann blieb nur das Fahrrad mit Anhänger zur Versorgung. So ging es beladen mit 60 Kg Farbe bis nach Waßmannsdorf zum Klärwerk, heute unvorstellbar. Trotz Planwirtschaft und aller denkbaren Versuche den Betrieb in eine PGH einzugliedern blieb Malermeister Gerlach standhaft,der Betrieb blieb privat und wurde bis auf max.10 Mitarbeiter ausgebaut. Die Mitarbeiterzahl schwankte durch Fluktuation.

1980 nahm der Enkel des Firmengründers, Uwe Gerlach seine Tätigkeit im väterlichen Betrieb auf. Seit 1986 ist auch er Malermeister. 1991 wurde aus dem Betrieb die heute bestehende GbR, ein Malermeisterbebetrieb geführt von 2 Malermeistern.

Umfangreiche Modernisierungen und Neuanschaffungen prägten die Nachwendejahre. Der Firmensitz wurde Ende 1997 in die Rosestraße 28 in Berlin-Altglienicke mit entsprechendem Lagerraum und einem modernen Büro verlagert. Im Wolfmarsteig befindet sich nur noch das Maschinen- und Gerätelager.

Manfred Gerlach, der Sohn des Firmengründers, der im Dezember dieses Jahres seinen 87. Geburtstag feiert, steht heute noch mit seiner Erfahrung zur Seite.

Wir haben auch noch einige über Jahrzehnte treue Kunden, bei denen Renovierungen bereits schon durch den Firmengründer durchgeführt wurden. Uwe Gerlach führt das tägliche Geschäft unter Mithilfe seiner Frau Bettina. Die spätere Nachfolge des Familiebetriebes ist noch nicht geklärt, die beiden Kinder haben natürlich eigene Vorstellungen zu ihrer späteren beruflichen Entwicklung. Mit Hilfsleistungen und Interesse an Farbe und Technik sind sie aber schon integriert, bedingt auch durch die Einheit von Firmen- und Wohnsitz.

Robert (25) ist ausgebildeter KFZ-Meister, Diana (23) ist ausgebildete Handelsfachwirtin. Nach ihrer Ausbildung absolvierte Diana ein praktisches Jahr inklusive umfangreicher Schulungen in unserem Betrieb. Bei ihr könnte es noch in Richtung Malereibetrieb über den Weg des Großhandels/Aussendienstes o.ä gehen.

Im Laufe des 87-jährigen Bestehens der Firma wuden ca. 40 Lehrlinge ausgebildet, einige haben heute eine eigene Firma, fast alle sind im Beruf geblieben. Derzeit sind im Malerbetrieb Gerlach 8 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Leistungsspektrum umfasst alle Malerarbeiten für Privat und Gewerbe,sowie Bodenbelagsarbeiten im Wohnbereich.